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1999: Berichte - rapports

Le Pont pour Pacé e. V.

Stadtkapelle als Botschafter in Pacé

48 Baiersdorfer, Mitglieder und Angehörige der Stadtkapelle und des Partnerschaftsvereins, darunter die Stadträte Gröschel, Lobenhofer und Späth und auch einige Jugendliche, traten in der Nacht zum 13. Mai die Fahrt in Bus und Autos in die Bretagne an. Nach einem gemeinsamen Zwischenstop in Chartres traf die Baiersdorfer Delegation am frühen Nachmittag in Pacé ein, nicht ohne sofort die musikalischen Fähigkeiten der Stadtkapelle mit einem spontanen Platzkonzert unter Beweis zu stellen.

Danach konnte Bgm. Philippe Rouault den Baiersdorfern seine Stadt bei einem Spaziergang zeigen. Der Abend verlief dann in geselligen Runden - ohne größere Sprachprobleme - in den Gastfamilien. Der Freitag begann mit einem Besuch der Altstadt von Rennes. Mittags schloß sich ein Empfang im La Grange du Logis, Teil eines ehemaligen Schloßes, in Pacé an. Stadtrat Max Lobenhofer übermittelte ein Grußwort unseres Bürgermeisters Siegfried Fischer. Bgm. Philippe Rouault (in deutscher Sprache), Gaëlle Guérin und Reiner Geisler, stellvertretend für den Verein "Le Pont pour Pacé", brachten unser gemeinsames Ziel zum Ausdruck: Unterzeichnung der Partnerschaft im Juni 2000. Ein Picknick vor dem Schloß, musikalisch von einem Spontankonzert einiger Mitglieder der Stadtkapelle umrahmt und mit herrlichstem Wetter begleitet, führte zu heiterer Stimmung und zu weiterer Verständigung. Dann wurde es jedoch ernst: die gemeinsame Diskussion über "die Unterschiede in der Musiklehre in Europa und die Rolle der Musik im Zusammenwachsen der Völker" brachte interessante Aspekte zutage. An dieser Stelle muß unser Dolmetscher vom Dienst, Paul Höll, genannt werden, der mit seinen ausgezeichneten Französischkenntnissen zum Gelingen nicht nur dieser Veranstaltung wesentlich beitrug. →

 

Am Abend stand dann das partnerschaftliche Konzert in der Kirche St. Melanie auf dem Programm. Deshalb in der Kirche, da Pacé momentan über keinen geeigneten Saal verfügt und sich die Mehrzweckhalle noch im Bau befindet! Aber unsere Stadtkapelle hat ein so großes Repertoire, daß sie einige Musikrichtungen wie Rock und Jazz getrost weglassen konnte, um der Pietät einer Kirche Respekt zu zollen. Von der Marseillaise über typische Blasmusik, Opernmelodien bis zu Paul Lincke: für die französischen Zuhörer von Reiner Geisler, Dieter Kraus und Paul Höll präsentiert, erregte die Stadtkapelle unter bewährter und hervorragender Leitung von Horst Schicker große Aufmerksamkeit und erntete viel Beifall. Umgekehrt überraschten uns die Franzosen u.a. mit avantgardistischen Perkussionsstücken, dargeboten von der Musikschule in Pacé.

Der abschließende Samstag diente der Besichtigung der nordöstlichen Bretagne: das Gezeitenkraftwerk der Rance, St. Malo und als geographischer und kultureller Höhepunkt der Mont St. Michel, eines der Nationalheiligtümer Frankreichs. Als auf der Rückfahrt nach Pacé Gaëlle Guérin mit Gesang und Michel Deleau mit dem Akkordeon die Moritat des "Capitaine de St. Malo" anstimmten, war das Zusammenwachsen von Völkern durch die Musik auch in der Praxis bestätigt. Ein abschließendes Essen in den Gastfamilien bildete den Abschluß einer Reise, die für viele bei Unbekannten begann und die mit dem Abschied von Freunden am späten Abend endete.

Unser Dank geht vor allem an unsere französischen Gastgeber, insbesondere an Frau Gaëlle Guérin für die gelungene Organisation und an die Musiker der Stadtkapelle Baiersdorf für den weiten Weg und ihre hervorragende Rolle als musikalische Botschafter unserer Stadt.

Es werden noch weitere Baiersdorfer Bürger, Organisationen und Vereine Pacé besuchen. Die nächsten konkreten Begegnungen sind schon geplant, auch umgekehrt: Besuche aus Pacé im Juli und zum Baiersdorfer Adventsmarkt stehen ebenso auf dem Programm. Jetzt sollte noch der Baiersdorfer Stadtrat seine Zustimmung zur offiziellen Partnerschaft zwischen Baiersdorf und Pacé geben.

   

 

Reiner Geisler (Partnerschaftsverein "Le Pont pour Pacé")

(aus: Mitteilungsblatt der Stadt Baiersdorf 07/1999)

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Le Pont pour Pacé e. V.

Besuch aus Pacé vom 14. bis 18.07.1999

Neunzehn Bürger aus Pacé, unter ihnen Bürgermeister Philippe Rouault und acht Kinder im Alter zwischen 1 und 16, verbrachten am 14. Juli 1999 ihren Nationalfeiertag auf der Autobahn, um fünf Tage lang ihre zukünftige deutsche Partnerstadt Baiersdorf, seine Umgebung und die Menschen mit ihren Lebensgewohnheiten kennenzulernen.

Ein erster Rundgang durch unsere Stadt (u.a. evang. Kirche, Judenfriedhof, Meerrettichmuseum), unter gewohnt fachkundiger Führung von Herrn Gemeinhardt, ging dem Empfang im Rathaus voraus. Bgm. Siegfried Fischer überraschte dabei seinen Amtskollegen aus Pacé mit der Information über den vom Stadtrat vollzogenen Beschluß auf offizielle Partnerschaft. Bgm. Philippe Rouault - zum zweiten Mal in Baiersdorf - wünschte eine Intensivierung der Partnerschaft durch noch mehr Begegnungen auf Vereinsebene. Der Vorsitzende des Partnerschaftsvereins, Reiner Geisler, zeigte sich sehr zufrieden über die bisherigen Begegnungen in einem Zeitraum von nur 1½ Jahren. Seine Kollegin aus Pacé, Gaëlle Guérin, kündigte für den nächsten Besuch zum Baiersdorfer Adventsmarkt die Errichtung eines Standes mit Spezialitäten aus der Bretagne und die Teilnahme der Musikschule Pacé an. Am Ende des Empfangs trafen unsere Gäste auf "alte" Bekannte: die Stadtkapelle Baiersdorf spielte ihnen zu Ehren ein Überraschungsständchen. Der Besuch eines Bierkellers mit seinen deftigen fränkischen Spezialitäten und ein Ausflug in die Fränkische Schweiz und nach Bayreuth ins Brauereimuseum (alte Braustätte der Maiselbräu) dienten dem Kennenlernen der fränkischen "Bier- und Eßkultur". Als "Ausgleich" dazu war ein Besuch des Richard-Wagner-Festspielhauses geplant, doch er fiel einer spontanen Einladung zu Kaffee und Kuchen ins Ferienhaus eines Baiersdorfers zum Opfer. Es war auch Zeit zur freien Verfügung vorgesehen. Unsere Franzosen, allen voran Bgm. Rouault, waren jedoch voller Erwartung auf weitere touristische Attraktionen unserer Region: unter Führung von Frau Matthes und Herrn Geisler waren Ausflüge nach Nürnberg (Lorenzkirche, Hauptmarkt, Burg und Bratwurstessen) und Bamberg (Dom, Altstadt, Shopping und Schlenkerla-Bier) weitere spontane Programmpunkte. →

 

Während des Ausflugs nach Bayreuth blieben die jüngeren schulpflichtigen Kinder, von Frau Gröschel und Frau Geisler betreut, in der Grundschule zurück ... und das trotz der Ferien in Frankreich freiwillig. Vormittags nahmen sie am Unterricht (Erlernen von "Frère Jacques", Theaterspielen und Festvorbereitung) teil, nachmittags waren sie dann beim Grundschulfest gern gesehene Spielkameraden, ohne daß etwa Sprachprobleme die deutsch-französische Integration behindert hätten.

Samstagnachmittag und -abend standen - neben einem Spaziergang zum Baiersdorfer Badeanger - im Zeichen des "Hocketse" des Singvereins Baiersdorf. Am Sonntagvormittag bildete dann die Teilnahme am Festgottesdienst im Rahmen des katholischen Pfarrfests den Abschluß - doch damit nicht genug: eine französische Familie besuchte mit ihren Gastgebern noch Rothenburg, eine andere fuhr in ihren Urlaubsort in Bayern, einen Tag später als ursprünglich geplant. Nach diesem Besuch kann man behaupten: Franken und damit auch Baiersdorf braucht sich landschaftlich, kulturell und gastronomisch nicht hinter anderen Regionen zu verstecken. Denn auch fränkische Küche und fränkisches Bier fanden Gefallen in Gastfamilien, Lokalen und auf Bierkellern. Wir sind davon überzeugt, daß sich "unsere" Pacéaner insgesamt sehr wohl gefühlt haben und daß dieser Besuch die Beziehungen und Freundschaften unter den bisherigen Trägern der Partnerschaft weiter gefestigt hat, so daß die geplante Beurkundung im nächsten Jahr in Pacé zu Recht erfolgen kann. Ein herzliches Dankeschön geht an alle Baiersdorfer Bürger, die sich bisher und besonders bei diesem Besuch so stark für die europäische Idee engagiert haben. Mit der offiziellen Partnerschaft ist es nicht allein getan. Den nächsten Schritt wird die Erweiterung der bisherigen Basis auf eine breitere Ebene darstellen: alle Vereine und Gruppierungen aus Baiersdorf, die an dieser Partnerschaft interessiert sind, können an der Errichtung der "Pont pour Pacé" (deutsch: Brücke nach Pacé) als "Baukolonne" durch einen Besuch in Pacé einen wichtigen Beitrag leisten.

   

 

Reiner Geisler (Partnerschaftsverein e.V. "Le Pont pour Pacé")

(aus: Mitteilungsblatt der Stadt Baiersdorf 09/1999

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Le Pont pour Pacé e. V.

Ferienarbeit von 2 Jugendlichen aus Pacé in Baiersdorf im August 1999

Travail des vacances de 2 jeunes gens de Pacé à Baiersdorf en août 1999

C'est bien fatigués mais avec de nombreux souvenirs en tête que nous sommes rentrés de Baiersdorf. Etonnés par des horaires et des méthodes de travail différentes de la France, nous avons tout de même pu partager la bonne ambiance qui règne au Bauhof. Notre temps libre a été mis à profit pour découvrir quelques aspects de la Suisse Franconienne, dont nous avons apprécié aussi bien les villages typiques que leurs coutumes originales.

La réussite de notre séjour tient aussi à l'accueil chaleureux que nous ont réservé les allemands de Baiersdorf, en particulier la famille Schmidt, chez qui nous étions hébergés, ainsi que M. et Mme Geisler, qui nous ont consacré beaucoup de leur temps pour nous faire découvrir la région. Nous pensons que de tels échanges entre communes sont une très bonne initiative, tant sur le plan linguistique que relationnel.

 

Ganz schön müde, aber voll mit Erinnerungen sind wir aus Baiersdorf zurückgekehrt. Obwohl wir über die im Vergleich zu Frankreich unterschiedlichen Arbeitszeiten und -methoden erstaunt waren, haben wir die gute Stimmung, die im Bauhof herrscht, teilen können. Unsere Freizeit hat uns erlaubt, verschiedene Ansichten der Fränkischen Schweiz zu entdecken. Wir haben sowohl die typischen Dörfer wie auch ihre alten Bräuche schätzen gelernt.

Das Gelingen unseres Aufenthaltes war auch in dem herzlichen Empfang, den uns die Baiersdorfer bereitet haben, begründet: besonders Familie Schmidt, die uns aufgenommen hat, sowie Herrn und Frau Geisler, die uns viel Zeit gewidmet haben, um mit uns die Umgebung zu durchstreifen. Wir denken, dass der Austausch zwischen Gemeinden eine gute Initiative ist, sowohl in sprachlicher Hinsicht als auch in den persönlichen Beziehungen.

   

 

Emilie und Flavien

(aus: Mitteilungsblatt der Stadt Baiersdorf 10/1999

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Le Pont pour Pacé e. V.

Besuch aus Pacé vom 03. bis 06.12.1999

Es ist mittlerweile schon zur Normalität geworden, wenn Besuch aus Pacé nach Baiersdorf kommt. Freunde treffen Freunde, inzwischen liebgewordene Gewohnheiten werden intensiviert. So auch dieses Mal, als insgesamt 46 Besucher aus Pacé Baiersdorf besuchten.

Nach ihrer langen Nachtfahrt empfingen wir unsere Gäste mittags in Nürnberg, um ihnen Burg und St. Lorenz zu zeigen, aber sie vor allem auf dem Christkindlesmarkt und dem Handwerkerhof Weihnachtsatmosphäre schnuppern zu lassen. Nach dem Abend in den Gastfamilien begann der Samstag zweigeteilt. Die einen lernten Baiersdorf bei einer Stadtführung kennen (diesmal von Herrn Lehrer Ehrhardt übernommen), die anderen führten eine Debatte zum Thema "Christliche Kultur in Europa - Unterschiede in den Weihnachtsbräuchen in Franken und der Bretagne". Dabei wurde klar, dass in Deutschland die eigentliche Weihnachtszeit viel länger dauert, und Weihnachten mit vielen Bräuchen intensiver und mit mehr religiöser Sinngebung gefeiert wird. Kein Wunder, wenn Franzosen so gern wegen der weihnachtlichen Atmosphäre nach Deutschland kommen. Bei der Begrüßung im Rathaus durch den 2. Bürgermeister Herrn Bocek und Reden der Partnerschaftsvereinsvorsitzenden Frau Guérin und Herrn Geisler wurde mit großer Freude aufgenommen, dass der offizielle Beschluss für die Partnerschaft durch den Stadtrat in Pacé noch in diesem Jahr ansteht. Eine "Probeabstimmung" der anwesenden drei Stadträte aus Pacé ergab Einstimmigkeit. →

 

Der Nachmittag stand ganz im Zeichen des Baiersdorfer Adventsmarkts und wurde zu einem großen Erfolg für unsere Pacéaner: einerseits das Konzert eines barocken Instrumental-Ensembles mit Blockflöte, Streichern und Orgel unter Leitung von Herrn Adeux in der evangelischen Kirche, andererseits die beiden Stände mit Crêpes (unermüdlich Herr Boissin - ein Franzose in Baiersdorf) und bretonischen Spezialitäten (Cidre, Mousse -Brotaufstrich- , Biskuits, Bücher über die Bretagne etc.). Besonders der Cidre hatte es den Baiersdorfern angetan...

Beim gemeinsamen fränkischen Abend im Domizil gingen fränkische Tänze mit bretonischen Tänzen und Liedern einträchtig nebeneinander her. Und einen Weihnachtsbrauch gab es auch: ein französisch sprechender Nikolaus brachte Geschenke für unsere Gäste. Am Sonntag besuchten wir mit unseren Gästen Bamberg, wo nach ausgiebiger Führung durch die Altstadt zum Domberg erst der Dom, dann das Schlenkerla-Bier auf sie warteten. Zurück in Baiersdorf klang das Treffen am Abend und bei einigen noch ein paar Stunden später aus. Mit Freunden feiert es sich halt am besten. Entsprechend müde verabschiedeten sich Gäste und Gastgeber in äußerst herzlicher Art am frühen Montagmorgen. Dank gilt wiederum allen Gastgebern, Frau Wilfer für die Vorbereitung der Debatte, den unermüdlichen Helfern und Verkäufern an beiden Ständen und natürlich Herrn Adeux und seinen vier jungen Musikern. Wir freuen uns alle auf ein Wiedersehen: entweder zum Fußball- und Tennisaustausch in der Woche nach Ostern in Baiersdorf oder zur Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrags Anfang Juni in Pacé.

   

 

Reiner Geisler (Partnerschaftsverein e.V. "Le pont pour Pacé")

(aus: Mitteilungsblatt der Stadt Baiersdorf 01/2000

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letzte Änderung am: 16.09.2017