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2014: Berichte - rapports

Freundschaft verbindet

Baiersdorfer Bauhof-Mitarbeiter besuchen unsere Partnerstadt Pacé zum Arbeitsaustausch

Durch die Initiative des 1. Vorsitzenden des Partnerschaftsvereins "Le Pont pour Pacé" Herrn Paul Höll war es möglich für Baiersdorfer Bauhof-Mitarbeiter einen Arbeitsaustausch mit unserer Partnerstadt Pacé zu organisieren.

Sonntagnacht, 20.04.2014 um 1.00 Uhr machten sich Werner Eidel, Dominik Lauger, Günther Mischko und Alois Ritter auf den Weg in die 1200 km entfernte Stadt Pacé. Leider war Paul Höll, der die Gruppe begleiten wollte, kurzfristig verhindert. Daraufhin erklärte sich Klaus Ehrhardt (2. Vorsitzender des Partnerschaftsvereins) kurz entschlossen dazu bereit, sich unseren Bauhof-Mitarbeiter anzuschließen.

Nach 12 Stunden Fahrt wurden unsere Mitarbeiter und Herr Ehrhardt freudig von den Gastfamilien und einigen Stadträten am Rathaus empfangen und begrüßt. Der Sonntag klang gemütlich in den Gastfamilien aus.

Der Ostermontag stand ganz im Zeichen der Kultur. Die Bauhof-Mitarbeiter und Herr Ehrhardt machten verschiedene Besichtigungen und lernten Pacé kennen.

Am Dienstagmorgen hieß es um 08.30 Uhr treffen im Bauhof. Der französische Bauhofleiter empfing unsere Mitarbeiter und betonte noch einmal die Freude über ihr Kommen. Nach der freudigen Begrüßung ging es weiter ins Rathaus. Dort hieß Bürgermeister Paul Kerdraon die Besucher aus Baiersdorf herzlich Willkommen. Nach einer Besichtigung der Verwaltung in Pacé hieß es: an die Arbeit. Unsere 4 Bauhof-Mitarbeiter wurden den verschiedenen Abteilungen zugewiesen. Der Bauhof in Pacé ist in seinen Strukturen ähnlich gegliedert wie der Bauhof in Baiersdorf: Grünabteilung, Straßenabteilung, Schlosserei / Elektronikabteilung. Der Bauhof in Pacé beschäftigt rund 40 Mitarbeiter und kümmert sich um eine Fläche von ca. 35 qkm.

 

In den kommenden Tagen kümmerten sich Herr Eidel und Herr Lauger mit den Kollegen aus der Grünabteilung um die Baumpflege. Herr Mischko unterstütze in der Straßenabteilung mit Straßenausbesserungen seine französischen Kollegen. Herr Ritter ging den Mitarbeitern der Schlosserei und Elektronikabteilung bei den verschiedensten Reparaturen an Gerätschaften und Fahrzeugen zur Hand.

Am Freitag, 25.04. trafen der Bürgermeister Andreas Galster und Hans Hofmann (Kämmerer) in Pacé ein. Als Zeichen der langen Partnerschaft und der Verbundenheit der zwei Städte pflanzten Bürgermeister Andreas Galster und Bürgermeister Paul Kerdraon einen Baum in der Rue de l´Herbager, den unser Bauhof im Bus nach Frankreich transportiert hatte.

Als besonderen Abschluss dieser Arbeitswoche gab es ein Abschiedsessen mit allen französischen Bauhof-Mitarbeitern, Bürgermeister, Stadträten und den Besuchern aus Baiersdorf. Serviert wurde aus Deutschland mitgebrachte „typische“ Brotzeit.

Am Samstag standen nach einer ereignisvollen und spannenden Woche noch ein Ausflug mit den Gastfamilien an den Ärmelkanal auf dem Programm und ein gemütlicher Abend in den Gastfamilien.

Sonntag früh wurden die sieben Sachen gepackt und es hieß leider Abschied nehmen. Um 8.30 Uhr rollte der Bus wieder Richtung Heimat. Danke Pacé für diese ereignisreiche Woche!

Die Bauhof-Mitarbeiter und Bürgermeister Galster möchten sich ganz besonders bei Paul Höll und Klaus Ehrhardt für ihr Engagement und die Unterstützung bedanken.

   

(aus: Mitteilungsblatt der Stadt Baiersdorf 07/2014)

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Le Pont pour Pacé

28.5.-1.6.2014  Fahrt nach Pacé über Christi Himmelfahrt

Am Mittwoch, dem 28.5., war es endlich soweit: Wir trafen uns um 9.00 Uhr am Baiersdorfer Großparkplatz und starteten mit dem gemieteten Kleinbus Richtung Frankreich. Eine zweite Gruppe würde dann gegen Mittag mit dem PKW losfahren. Insgesamt waren wir elf Erwachsene, eine ganz buntgemischte Truppe aus Männlein und Weiblein verschiedenen Alters. Als neues Mitglied war ich zum ersten Mal dabei und sehr gespannt, was mich erwarten würde!

Diesmal war passend zum einhundertsten Jahrestag des Ausbruchs des Ersten Weltkrieges eine Übernachtung in Verdun eingeplant, wo wir am Nachmittag eintrafen. Am nächsten Morgen besichtigten wir dann die Schachtfelder, auf denen im Jahr 1916 geschätzte 700.000 deutsche und französische Soldaten ums Leben kamen und die so zum Mahnmal gegen den Krieg wurden. Besonders erschüttert hat mich neben der ungeheuren Zahl der Opfer auch, dass viele der Toten gerade erst mal das Alter meiner eigenen Söhne hatten!

Danach fuhren wir zuerst recht schweigsam weiter Richtung Pacé, wo wir abends gegen 19.00 Uhr ankamen. Inzwischen wurde ich doch etwas nervös, bei welchen Leuten würde ich wohl landen? Beim traditionellen Empfang in der Grange du Logis lernte ich dann endlich meine Gastfamilie kennen und war gleich vom warmherzigen Empfang begeistert. In den nächsten Tagen sollte sich dann herausstellen, dass wir sehr viele Gemeinsamkeiten hatten. An dieser Stelle nochmals vielen Dank an die Beteiligten für diese absolut gelungene Auswahl! Nach der Begrüßungsansprache des Bürgermeisters Paul Kerdraon betonten die Vorsitzenden der Partnerschaftsvereine Alain Chaize und Paul Höll ihrerseits die große Wichtigkeit der Partnerschaft für die beiden Gemeinden.

Am Freitag morgen trafen wir uns alle wieder zu einem Ausflug nach Nantes. Dort besuchten wir das imposante Schloss der Herzöge der Bretagne. Nach dem gemeinsamen Mittagessen in der „Cigale“, einem denkmalgeschützten Restaurant mit wunderschönem Jugendstildekor, ging es weiter zu einer Schifffahrt auf dem „schönsten Fluss Frankreichs“, der Erdre.

 

Der Samstag war dann zur freien Verfügung. Ich war morgens mit meiner Gastgeberin in Rennes unterwegs. Danach folgten wir wie die meisten anderen auch der Einladung von Francis Lefeuvre, an seinem wunderschönen See („Lac de Jumelage“) zu grillen und zu picknicken. Am späteren Nachmittag brach meine Gastfamilie mit mir noch zu einer Spritztour auf. Die Fahrt ging nach Dinan, einem pittoresken Städtchen, in dem man die typische Postkarten-Bretagne zu sehen bekommt. Hier hätte ich gerne noch etwas mehr Zeit verbracht, aber später stand der traditionelle Höhepunkt auf dem Programm, die „Soirée du Jumelage“.

In dem gut gefüllten Saal erwartete uns reichlich Cidre sowie verschiedene Galettes und Crêpes. Alain Chaize und Paul Höll richteten erneut das Wort an die gesellige Runde. Es wurde berichtet, dass die Zusammenarbeit bereits sehr erfolgreich auf neue Bereiche ausgedehnt worden war, so der kürzliche Besuch der Bauhof-Mitarbeiter bei den Kollegen in Pacé, der zu Freundschaften geführt und auch neue Anstöße im technischen Bereich gebracht hatte. Als weiteres Projekt ist für August 2015 ein deutsch-französisches Jugendtreffen geplant. Jugendliche zwischen 14 und 16 Jahren sollen gemeinsam 4 bis 5 Tage in der Jugendherberge Nürnberg verbringen, danach ist noch ein zweittägiger Aufenthalt in einer deutschen Gastfamilie geplant. Am Ende dankte Paul Höll nochmals für die großartige Gastfreundschaft und lud zum Gegenbesuch am Baiersdorfer Adventsmarktwochenende ein. Alain Chaize überreichte den angereisten Franken eine schöne Tasse mit der bretonischen Flagge als Souvenir.

Am nächsten Morgen starteten wir dann bereits um 8.00 Uhr früh Richtung Heimat, die wir nach gut 11 Stunden staufrei erreichten. Trotz der weiten Strecke und der relativ kurzen Zeit hat sich die Reise aus meiner Sicht wirklich gelohnt, ich habe sehr viele Eindrücke mitgenommen und neue Freunde gewonnen. Besonders begeistert war ich von der Gastfreundschaft und Offenheit der Leute aus Pacé, alle waren stets bereit zu einem kleinen Plausch. Dies gilt übrigens auch für die Baiersdorfer Vereinsmitglieder, von denen ich die allermeisten zuvor nicht gekannt habe!

Vive le jumelage, es lebe die Partnerschaft!

   

 

Gabriele Hess-Frankenbach (Städtepartnerschaftsverein "Le Pont pour Pacé")

(aus: Mitteilungsblatt der Stadt Baiersdorf 07/2014)

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Bericht der Ferienarbeiterinnen aus Pacé

Zwei junge Damen aus Pacé berichten (7.-18.7.2014)

Nous sommes parties à Baiersdorf pendant deux semaines pour travailler à la Grundschule (équivalent de la primaire en France.). La première semaine, nous avons découvert les différentes classes et l'enseignement Allemand. Nous avons aussi aidé les professeurs pour certaines matières, comme en mathématique, en art, etc. La deuxième semaine nous avons toutes les deux élaborés un projet (Mélissa: exposée sur le tir à l'arc et Nina: un projet sur Nicky de Saint Phalle). Et l'après-midi, nous faisions le ménage et le jardinage dans l'école.

Nous avons énormément appréciés ce séjour; le directeur, les enseignants ainsi que les élèves nous ont très bien accueillis. Nos familles d’hôte ont été très chaleureuses, et nous ont fait découvrir leurs cultures et les lieux des alentours de Baiersdorf (Bamberg, Munich, Nuremberg, Erlangen,...). Nous n'hésiterons pas à recommencer cette expérience. Nous remercions tout le monde, la mairie de Pacé ainsi que celle de Baiersdorf, nos familles d'accueils et la Grundschule et particulièrement Alain Chaize et Paul Höll.

 

Wir sind nach Baiersdorf für zwei Wochen gefahren, um in der Grundschule zu arbeiten. Die erste Woche, haben wir die verschiedenen Klassen und der Deutsche Bildung entdeckt. Wir haben auch den Lehrern geholfen. Die zweite Woche, wir haben ein Projekte gemacht (Mélissa über Bogenschießen und Nina über Nicky de Saint Phalle). Und am Nachmittag, haben wir in der Schule Reinigung vorgenommen und im Garten gearbeitet.

Der Aufenthalt hat uns sehr gefallen; der Direktor, die Lehrer und die Kinder, haben uns gut empfangen. Unsere Gastfamilien waren sehr nett und wir konnten vieles entdecken, ihre Kulturen und viele Städte in der Nähe von Baiersdorf (Erlangen, Bamberg, Nürnberg, München,...). Wir möchten die Erfahrung wiederholen. Wir möchten uns bei allen bedanken, Rathaus Pacé und Rathaus Baiersdorf, unseren Gastfamilien; der Grundschule und besonders Alain Chaize und Paul Höll.

   

 

Mélissa Mustafic und Nina Spagnol

(aus: Mitteilungsblatt der Stadt Baiersdorf 11/2014)

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Le Pont pour Pacé

De Gaulle in Franken? Ja, und zwar ganz spektakulär!

Dies erfuhren Franzosen und Deutsche bei ihrem Besuch in Kronach am Sonntag, dem 30. November. Davon später mehr.

Vor ihrer pünktlichen Ankunft um 17.00 Uhr in Baiersdorf hatten die 22 Besucher aus Pacé (darunter 2 Erstmalige) die Stadt Würzburg besucht. Sie zeigten sich von ihrer Schönheit beeindruckt.

Im Rathaus wurden sie von der zweiten Bürgermeisterin Eva Ehrhardt-Odörfer und dem Vorsitzenden des Partnerschaftsvereines Paul Höll herzlich begrüßt. Beide drückten ihre Freude über ihr Kommen aus und wünschten einen guten Aufenthalt. Frau Eva Erhardt-Odörfer verwies auf die Foto- und Dokumentenausstellung über den 1. Weltkrieg von Martin Barth, die zur gemeinsamen Kranzniederlegung der Bürgermeister aus Ulrichsberg und Pacé anlässlich des Volkstrauertages eröffnet wurde. Zum Abschluss bekamen die Gäste noch Geschenk der Stadt überreicht. Der Abend wurde mit den Gastfamilien verbracht. Eine ziemlich große Gruppe traf sich jedoch im Schweizer Keller in Forchheim-Reuth wegen des schönen Barbarabaumes.

Sie legten gemeinsam ein Blumengebinde nieder. Die Verstandsmitglieder Klaus Ehrhardt und Elke Döbeling lasen aus dem Brief eines 19-jährigen französischen Soldaten, den er Anfang Juni 1915 von der Front im Pas de Calais an seine Eltern schrieb. Er enthielt u. a. auch folgende Sätze. "Bald feiere ich meinen 20. Geburtstag. Gott möge mir die Gnade schenken, auch meinen 21. zu erleben." Im Oktober 1915 fiel er bei einer Offensive der französischen Truppen. Sein Grab wurde nie gefunden. Zum Abschluss erklang das Lied "Où vont les fleuers" (Sag mir, wo die Blumen sind) mit Marlene Dietrich.

Der Rest des Tages stand zur freien Verfügung. Sie wurde genutzt zu Fahrten zu Weihnachtsmärkten oder Einkäufen oder zur Teilnahme an einer Stadtführung in französischer Sprache durch Herrn Gemeinhardt.

 

Am Sonntag, dem 30. November, stand wie immer ein gemeinsamer Ausflug auf dem Programm. Ziel war diesmal die Stadt Kronach. Geführt wurden wir von einer älteren, humorvollen, gut Französisch sprechenden Dame. Wir waren beeindruckt vom geschlossenen Bild der Altstadt. An einem darin befindlichen Denkmal erzählte die Führerin auch vom großen Sohn der Stadt, dem "Maler der Reformation" Lukas Cranach.

Von dort ging es hoch zur mächtigen Festung Rosenberg. Sie wurde nach dem Mittagessen besichtigt. Erbaut als "Schatzkammer" der Fürstbischöfe von Bamberg, waren alle beeindruckt von der Dicke der Mauern, der Weitläufigkeit der Anlage, der Tatsache, dass sie nie eingenommen wurde und dass der damalige Hauptmann de Gaulle als Kriegsgefangener 1917 hier inhaftiert war, nachdem er schon in Ingolstadt einen Fluchtversuch aus der Haft unternommen hatte. Auch von hier unternahm er zwei Fluchtversuche mit Hilfe von vier Mitgefangenen, eines Dietrichs und einer selbst gebastelten Strickleiter (So ganz genau weiß man übrigens nicht, wie er es geschafft hat rauszukommen). Jedenfalls wurde er jedes Mal wieder geschnappt und nach dem zweiten Versuch auf die Wülzburg bei Weißenburg gebracht, wo er bis zum Kriegsende 1918 verblieb.

Der Abschlussabend im Domizil war einmal mehr geprägt vom herzlichen Einvernehmen (Entente cordiale) zwischen Franken und Bretonen und der fröhlichen Feierlaune (convivialité).

In kurzen Ansprachen drückten Bürgermeister Andreas Galster und die Vorsitzenden der Partnerschaftsvereine Paul Höll und Alain Chaize ihre Freude aus über die große Anzahl der Gäste aus Pacé, die Lebendigkeit der Partnerschaft sowie ihren Dank für die herzliche Aufnahme durch die Gastfamilien und die vorbildlichen Organisation des Besuchs. Der Nikolaus (Père Noël) Paul Höll teilte wie immer mit seinem Krampus Reiner Geisler und launigen Worten die von den Gastfamilien bereit gestellten Geschenke an die Gäste aus und Francis Lefeuvre spielte - ebenfalls wie immer - zum Tanz mit bretonischen Volkstänzen auf.

   

 

Klaus Ehrhardt (Städtepartnerschaftsverein "Le Pont pour Pacé")

(aus: Mitteilungsblatt der Stadt Baiersdorf 01/2015)

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letzte Änderung am: 16.09.2017